Um elf ist Schluss

Von: Redaktion
Am: 07.06.2002  20:10:34

Punkt vier und fünf der „Allgemeinverfügung zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt“ benennen die heiklen Punkte: Ab 23 Uhr gibt’s keine Musik mehr im öffentlichen Straßenraum, um Mitternacht ist auch auf privaten Flächen Flüsterton gefordert. Die Stadt macht damit wahr, was sie seit Monaten angekündigt hatte, aber doch niemand so recht glauben wollte. Noch am Freitag hatte Pressesprecher Kai Schulz ein geringfügiges Einlenken der Stadt signalisiert: „Wir müssen die Interessen zwischen den Anwohnern und den Besuchern der BRN abwägen. Wir werden wahrscheinlich nicht bei unserer Forderung von 23 Uhr bleiben, aber ein open end, wie von den Veranstaltern gewünscht, wird es auch nicht geben.“

Das eigentliche Problem seien aber gar nicht die Lärmbelästigungen, sondern die Ausschreitungen, verkündet die Stadt nun. „Die Muttis mit Kinderwagen sollen raus, bevor die Schläger kommen“, sagte Ordnungsbürgermeister Sittel beispielsweise gegenüber der SZ. Die Veranstalter plädierten gerade wegen ihrer Angst vor Randalen immer auf ein offenes Ende. „Die größte Dresdner Party für junge Leute um 23 Uhr zu beenden werden viele als Provokation auffassen“, so deren Tenor. Ausschreitungen würden damit nicht verhindert, sondern geradezu provoziert.

Allgemeinverfügung zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt
vom 14. bis 16. Juni 2002





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