Anwohner sollen die BRN bezahlen

Von: Redaktion
Am: 01.04.2002  00:05:33

Die Hauseigentümer der Neustadt sind empört: Nicht nur, dass sie Jahr für Jahr nach der Bunten Republik Schäden wie eingeschlagene Fenster oder angebrannte Mülltonnen aus ihrer eigenen Tasche zu zahlen haben - in diesem Jahr sollen sie erstmalig auch Kulturförderungsbeiträge zur Finanzierung der BRN entrichten. Damit stehen den Neustädtern möglicherweise kräftige Mieterhöhungen ins Haus. Auf diese Finanzierungslösung hatten sich in der vergangenen Woche Stadtverwaltung und der neue "Ich bin ein Neustädter!"-Verein geeinigt.

"Das besondere Flair der Neustadt, weswegen gerade viele junge Leute hierher ziehen, machen doch Stadtteilfeste wie die BRN aus. Da ist es doch nur normal, dass die Hauseigentümer auch zur Finanzierung herangezogen werden", begründet Vereinsvorsitzende Friederike Beier den Schritt. Und nur mit ausreichend Geldern könne der Verein sein umfangreiches Deeskalationsprogramm umsetzen, das er gemeinsam mit der Polizei erarbeitet habe. Dazu gehört unter anderem die Ausrüstung der Ordnungshüter mit Lederjacken und farbigen Hemden. "Wir wollen nicht, dass sich Festbesucher wieder durch den Anblick von Uniformen provoziert fühlen", sagte ein Sprecher des Vereins. "So etwas kostet eben. Aber schließlich haben die Hauseigentümer ja auch etwas davon, wenn es dieses Jahr mal friedlich zugeht."

Diese dagegen sehen das nicht so gelassen und sind besonders verärgert über die Höhe der Beträge: Je nach Grundfläche, Geschosszahl des Hauses und der Lage innerhalb des Veranstaltungsgebietes (am teuersten sind Alaun-, Louisen-, Görlitzer und Böhmische Straße) kommen dabei schon einmal bis zu tausend Euro zusammen. "Wir prüfen zur Zeit, ob wir die Gebühren auf die Mieter umlegen können", so der Hausbesitzer-Verband. §3, Abs.2a der Kulturförderungsverordnung lässt dies zu, wenn die Veranstaltung "regelmäßig" stattfindet und vom "Großteil der Anwohner besucht wird".
"So viel ist uns die BRN wert", zeigt sich Friederike Beier vom "Neustädter"-Verein optimistisch, dass Hausbesitzer und eventuell auch die Mieter den Löwenanteil der BRN-Kosten tragen werden. Doch was halten die Neustädter von diesen Aussichten?





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