Wolfgang Filzinger, Klotzsche

Von: siegfried.bannack@web.de
Am: 12.02.2002  14:38:48

Wolfgang Filzinger, Filmproduzent in Klotzsche, schreibt unter dem 24. Februar 1945 in seinem in Klotzsche geschriebenen Tagebuch folgendes über seine Eindrücke beim Luftangriff auf Dresden:

"Am Abend des 13. Februar 1945 war Volkssturmdienst in der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt "Napola" (ehem. Landesschule Klotzsche) in Klotzsche angesetzt. Gegen ein viertel vor 22 Uhr hieß es "Vollalarm - Dienst beenden". Ich war sehr schnell heraus. Die Nacht war stockdunkel. Wolken bedeckten den Himmel, durch den düsteren Wald war kaum ein Weg zu finden. Endlich war die breite Königsbrücker Straße erreicht. Ich hastete nach Hause. Es schoß ringsherum in der Ferne, so daß ich eher an einen Angriff auf Berlin oder Leipzig durch schnelle Kampfflugzeuge dachte. Das Schießen war auch so vereinzelt und es waren keine starken Detonationen zu hören. Ich war glücklich, an das Klotzscher Kurhaus zu kommen. Von da ist es nicht mehr weit nach Hause und der eigene Keller ist einem doch lieber.

Plötzlich wurde die Straße hell und immer heller. Ich wandte mich im Gehen um und sah aus den Wolken Hunderte von hellen Leuchtpunkten ganz langsam zur Erde schweben. Es wurden immer mehr. Christbäume nennt sie der Volksmund. Als ich in die Richard-Wagner-Straße einbog, stand diese leuchtende Wand auf etwa 10 Kilometer im Süden. Man sah deutlich wie die Leuchtschirme durch den starken Westwind langsam nach Osten getrieben wurden. Diesem Umstand verdanken gewisse westliche Stadtviertel Dresdens ihre Verschonung.

Im Schutzraum im Keller war bereits das ganze Haus versammelt. Alle hatten dieses entsetzlich-großartige Jehova-Feuerwerk gesehen. Etwa fünf Minuten später setzten die Detonationen ein die, stark gedämpft durch die Entfernung und den Wald, an unser Ohr schlugen. Die Druckwellen waren jedoch noch immer so stark, daß Türen zuschlugen, Windfangtüren knallten und auch einige Fensterscheiben im Ort zerbrachen. Der Gedanke an die armen, dem Feuerorkan hilf- und schutzlos ausgesetzten Menschen war schlimmer als das Anhören der Einschläge. Wir wußten von einigen kleinen früheren Angriffen, daß hier in Klotzsche durch die geographischen Verhältnisse, wir liegen gegen Dresden hinter einem bewaldeten ca. 80 m hohen Hügel, die Einschläge relativ schwach, auch manchmal garnicht zu hören sind.

Der Angriff dauerte etwa 25 Minuten. Der Himmel über Dresden war blutrot. Die Wolken reflektierten den Flammenschein und erleuchteten die umliegenden Häuser in Klotzsche. Es herrschte eine helle Dämmerung. -Entwarnung!- Ich mache mich mit meinem Sohn Ulrich auf den Weg, um mich dem Luftschutz und der Polizei zur Verfügung zu stellen, für den Fall, daß in Klotzsche Bomben gefallen sind. Es ist nichts passiert. Wir kommen zum Schänkhübel und blicken auf das flammende Dresden, so weit wir blicken können. Das brennende Hochhaus ist von dieser Stelle aus gut zu sehen. Riesige Flammen schlagen an ihm und aus ihm empor. (Hier war ein amerikanisches viermotoriges Bombenflugzeug abgestürzt. S.B.). Der Wald hindert den weiteren Überblick. Die Straße ist von Polizei abgesperrt, es darf niemand nach Dresden hinein. Zeitzündergefahr. Ich glaube aber, man will eher Plünderer abhalten.

Wir versuchen es auch garnicht, sondern gehen nach rechts, um von der Alberthöhe einen Überblick über das Ausmaß des Brandes zu gewinnen. Dort liegt auch Polizei. Auch hier ist keine Aussichtsmöglichkeit. Wir wenden uns zum Wasserturm. Ein beschränkter Überblick ist von hier aus möglich. Der Westen der Stadt ist teilweise sichtbar. Ich zähle 5 - 6 Großbrände und 3 - 4 kleinere. Der Himmel gegen Osten ist glutrot, von der Innenstadt ist nichts zu sehen, die waldigen Hügel entziehen sie der Sicht. Es ist eine stille Hoffnung: Es wird nicht so schlimm sein, wie es aussieht. Auch das Fernglas ermöglicht nicht, einen klareren Überblick zu gewinnen.

Wir schicken uns an, nach Hause zu gehen, es ist gegen 00,30 Uhr. Auf Kilometerlänge flammt der Himmel rot. Gegen 01 Uhr langen wir an. Ich drehe den Rundfunk an, um die stündliche Luftlage abzuhören. Er meldet: "Starke feindliche Bomber-Verbände über Franken mit Spitzen über Sachsen im Anflug auf Dresden". Der zweite Angriff geht also vor sich. Kaum 5 Minuten nach dieser Feststellung gehen erneut die Sirenen.

Der gleiche Feuerzauber fällt vom Himmel, die gleichen Detonationen. In 20 Minuten ist alles wieder vorbei. Sie werfen ihre Bomben in die brennenden Gluten und haben gutes Zielen. Der Himmel kann nicht mehr röter werden, unentwegt detonieren die Zeitzünder in der brennenden Stadt. Munitionsstapel gehen hoch. (Wahrscheinlich jedoch Luftminen. S.B.). Wir legen uns angekleidet auf die Betten, um schnell hoch zu sein.

Der nächste Tag bringt erneut kleinere Tagesangriffe, deren Geräusche aber nicht bis zu uns dringen. Wir hören nur das unentwegte Brummen der schweren Maschinen in der Luft. Stundenlang kreisen sie oder ziehen vorüber. Die ersten Nachrichten über die geschundene Kunststadt treffen ein. Ich spreche mit ersten, sachlich eingestellten Männern, die mir sagen, daß in der Innenstadt kein Haus mehr bewohnbar ist. Am Hauptbahnhof liegen ganze Leichenberge. Ich kenne die Zerstörungen in Berlin und in Köln und sage mir, daß von den Erzählungen aussage-phsychologisch erhebliche Abzüge gemacht werden müssen. Was wir hier in Klotzsche hörten, klang wie ein mittelschwerer Angriff und die Stadt wird sicher an vielen Stellen schwer beschädigt sein.

Mein Weg führt mich zunächst zum Gemeindegruppenleiter des Luftschutzbundes, um von ihm evtl. Näheres zu erfahren. Er weiß noch nichts und rechnet wie ich, mit einem mittelschweren Angriff. Ich beschließe mit Ulrich auf dem Fahrrad nach Dresden zu fahren um dort nach Freunden zu suchen und nach der Mutter meiner Frau zu forschen. Nachdem wir am Vormittag zu Rade über die Autobahn Erkundigungen eingezogen haben, die jedoch nichts positives lieferten, versuchen wir am Nachmittag einen Vorstoß zunächst in die Neustadt. Hier und da sind in der Albertstadt Bomben gefallen und haben auch Schaden verursacht. Jedoch bietet sich hier dem Auge nur das übliche Bild der Zerstörung im leider bekannten Rahmen.

Das Proviantamt hat in einem Riesenschuppen einen Bombentreffer, die Wehrkreisverwaltung hat eins aufs Dach bekommen, die Garnisonkirche zeigt kleinere Krater auf dem Eingangsplatz und einen kleineren Defekt am Dach. Die Fletscher-Schule, zur Zeit Lazarett, ist völlig ausgebrannt. Wohnhäuser in der Nähe sind eingestürzt, die Exerzierhalle der Grenadierkaserne ist in der Mitte wie von einer Riesenfaust eingedrückt. Alles Bilder die bekannt sind. Bombentreffer, aber deren Wirkung wahrscheinlich keine oder nur ganz geringe Menschenopfer gefordert haben und einen Soldaten im 6. Kriegsjahr noch nicht niederdrücken.

Die Freunde treffen wir, sie sind - eine Familie nur ist ausgebombt, die andere nur leicht am Haus beschädigt (Fensterscheiben und Fensterrahmen eingedrückt) - alle wohlauf und ich setzte meinen Weg mit Ulrich über die Waldschlößchenwiesen, das Elbufer abwärts weiter fort um zur Albertbrücke zu gelangen. Die Diakonissenanstalt ist völlig ausgebrannt, die Villen am Elbufer zerstört, in den Elbwiesen stecken Brandbomben wie Spargel in der Erde, ganze Kaskaden nicht gezündeter Brandstäbe haben sich tief in den Erdboden gewühlt. Die Zerstörungen am Admiral-Scheer-Ufer sind tiefgreifender. Mädchengymnasium und Finanzamt ragen als Ruinen in den regengrauen Himmel, die Dreikönigsschule ausgebrannt. Schmerzlich ist der Anblick des reizenden Barockschlößchen "Anton‘s" auf der anderen Seite der Elbe, das als Brandruine zwischen den alten Bäumen trauert.

Auf der Albertbrücke grinsen uns die verbrannten Fassaden der großen Häuser des Hindenburg- und Ludendorff-Ufers sowie die der Steinpaläste des Sachsenplatzes an. Auf der gesamten Länge alles ausgebrannt. Ein Anblick, den keines Menschen Feder wahrheitsgetreu zu schildern im Stande ist. Waren hier die Zerstörungen in erster Linie auf Brände zurückzuführen, die durch Wassermangel und den heftigen Westwind nicht gelöscht, ja nicht einmal bekämpft werden konnten, so haben in der ausgesprochen engen Innenstadt Brände, Luftminen und Sprengbomben ein Zerstörungswerk unvorstellbaren Ausmaßes angerichtet.

Die ersten Toten sahen wir in der Elias- jetzt Güntzstraße. Nur ein flüchtiger Blick ließ uns einen schönen, nicht entstellten Frauenkopf mit aschblondem Haar erhaschen. Der Körper lag, scheinbar unbekleidet, unter Sandsteinbrocken. Mir stockte der Atem, wenn das so weitergeht kehre ich um, schon wegen des 16-Jährigen Jungen.

Ein entsetzlicher Blick in die Pillnitzer Straße ließ uns das Blut in den Adern erstarren. Auf Kilometertiefe steht dort kein Haus mehr, aber auch keine größeren Hausreste. Als ich vor unserem ehemaligen Wohnhaus Nr. 57 stand, hatte ich den Eindruck als ob in irgendeiner wildfremden mir völlig unbekannten, zerstörten Feindstadt irgend ein Narr an einer Hausecke ein staubbedecktes, hitzegesplittertes Schild "Pestalozzi-Straße" angebracht hätte. Jahrzehnte meines Lebens bin ich tausende Mal als Kind, Junge, Jüngling und Mann durch diese Straße gegangen. Sie war nicht schön und auch nicht anziehend. In der Blochmannstraße, gleich um die Ecke wohnte die Großmutter, die ich nicht kennen gelernt habe. In der 51 hatte der Vater sein Laboratorium im Hinterhaus. In der 60 wohnten meine Eltern viele Jahre. Am Pillnitzer Platz an der Blochmannstraße ging ich den ersten Schulweg und in der 57 habe ich geheiratet. Dort wurden Ruth und Dieter (die beiden anderen Kinder W. Filzingers, S.B.) geboren.

Verklärt war alles durch Erinnerungen, jeder Winkel bekannt, jedes Lädchen, jeder Laden, jedes Geschäft vertraut, alles, zu jeder Jahreszeit. Im Frühjahr strichen die Mauersegler in den Nebenstraßen an den Häusern vorbei, im Hochsommer brannte die Sonne drückend, im Herbst verbreiteten die Gaslampen ein mildes Halbdunkel und wenn im Winter der Schnee auf den schrägen Dächern lag, dann war ein Kinderherz doch glücklich. In einem einzigen Inferno ist dies alles in sich zusammengebrochen.

Auch hier Tote über Tote, schrecklich verbrannt, verrenkt, aufgeplatzt, tiefschwarz, zu Bergen aufeinander geschüttet. Vor der Johanniskirche, die restlos ausgebrannt ist, lagen sie. - Vor dem Hause eine verschüttete Leiche, ich wage nicht zu denken, ich hoffe nur, es ist nicht die, die wir suchen. Kein Verbrannter läßt sich identifizieren. (Sie war es doch, Frau Hanni Ulbricht).

Die Straßen sind unbegehbar. Vier, fünf Meter hoch sind sie mit Steinbrocken gefüllt, man muß klettern um drüber zu kommen und dazwischen, erschlagene und verbrannte oder erstickte Menschen.- Wir wenden uns ab. Ich bin innerlich verbrannt und leer wie diese Häuserhöhlen und keine Träne fließt. Das Entsetzen ist zu groß.

Durch die Strießener Straße, eine hübsche Villenstraße in offener Bauweise, versuchen wir zum Fürstenplatz vorzudringen. Hier wohnten die Menschen nicht so dicht und gerade den Strießener Platz liebte ich wegen seines alten Baumbestandes so sehr. Die Leichenzahl nimmt noch zu. In Reihen liegen sie auf den mit Trümmern übersäten Gehbahnen. Scheinbar in der Glut erstickt und dann in bizarren Formen erstarrt. Graue Gesichter, noch das Entsetzen im Ausdruck. Wir fahren schnell, so schnell, als es bei den Glassplittern geht, sehen nichts genau an, sondern wenden möglichst den Kopf nicht, um uns nur auf den Fahrtweg zu konzentrieren. Ulrich jammert, daß er die Bilder nicht ertragen kann. Ich rede ihm gut zu, aber es geht mir ganz genau so.

Die Kreuzung der Strießener Straße mit der Stephanienstraße ist erreicht. Vor uns die breite schöne Straße mit Trümmern so zugeschüttet, daß wir mit den Rädern hätten klettern müssen, Leichenhügel rechts und links. Ein Versuch nach rechts oder links durch die Stephanienstraße zur Fürstenstraße zu gelangen scheitert. Beide Wege infolge der Trümmer über die gesamte Straßenbreite unbefahrbar. Dazu Tote, erstarrt und verbrannt in den groteskesten, drohenden auch entartesten Stellungen.

Jetzt wird es mir zuviel. Zurück, so schnell es geht und Ulrich rufe ich zu, nur geradeaus auf die Fahrbahn sehen, keinen Blick rechts oder links, schnellstens durch bis zum Sachsenplatz, um keine weiteren Eindrücke aufnehmen zu müssen.

Ich hatte für alle Fälle einen Schluck Rotwein mitgenommen und etwas zu essen, für den Fall einer Magenschwäche. Das hat sich bewährt. Es war zwar nur ein saures schlechtes Zeug, aber in Verbindung mit den Broten belebte es uns doch etwas und vertrieb die leicht aufsteigende Übelkeit. Ich war glücklich, die Fahrt beendet zu sehen.

Mehrfach noch führte mich der Weg in die geschändete Stadt. Überall das gleiche Bild der Zerstörung. Bis zur Geisingstraße konnte ich mich persönlich überzeugen, es soll aber noch viel weiter hinausgehen. Der Große Garten sieht schlimm aus. In ihm sollen Tausende umgekommen sein. Ich habe in dem nördlichen Teil keine diesbezüglichen Wahrnehmungen machen können. Wege gab es allerdings nicht mehr, durch den Regen war alles so verschlammt, daß ich mit einem Holzsplitter den Schlamm zwischen Reifen und Schutzblech entfernen mußte um weiterfahren zu können. Das Palais ist vernichtet, ebenso wie mehrere oder alle Pavillons. Der alte Baumbestand ist schwer mitgenommen. Man erzählt auch, daß in der Schreckensnacht des 13. unter den geflüchteten Menschen auch die Tiere des Zoos herum gelaufen seien. Auch von Bordwaffenbeschuß auf die Flüchtenden wird berichtet. Die Riesentrichter der eingeschlagenen Luftminen habe ich ebenso wie die vielen Brandbomben selbst gesehen.

Das erschütternde Bild findet seine Fortsetzung im Anblick der völlig zusammengestürzten Frauenkirche. Das Wahrzeichen Dresdens - unser Wahrzeichen, ist dahin und wird niemals mehr aufgebaut werden können. Haushoch liegen die Brocken und Bauteile dieser majestätischen steinernen Glocke auf dem Neumarkt. Sprengstücke haben auch das Denkmal Martin Luthers von seinem Sockel gestoßen. Es liegt daneben.- Der schöne weite Platz wird zum großen Teile von dem Schutt der Frauenkirche bedeckt.

Ich glaube, kein Dresdner hat jemals seine Heimatstadt mit einer so tiefen und nicht mehr tröstbaren Traurigkeit betrachtet, als wir Überlebenden des 13. Februar 1945. Keine Worte sind imstande, die Eindrücke zu schildern, die auf jeden, auch den primitivsten Beschauer einstürmen, wenn der Tod derartig unvorstellbare Ausmaße einnimmt und nicht nur die sterblichen kleinen Menschen erfaßt, sondern auch seine Macht an den unsterblichen Bauten und Kulturdenkmälern austobt,- gelenkt von Menschenhand. Es ist eine Energie von solcher Macht und Größe, daß der Verstand nicht in der Lage ist aufzufassen, die Augen trocken bleiben und uns das Herz immer langsamer schlägt, so daß man sein Stehenbleiben erwartet. Hier wird beim Beschauer selbst bei vollen Sinnen ein Todesurteil vollstreckt. - Wohl Euch Toten, daß Ihr diese Bilder nicht mehr erleben braucht und auch Euch toten Soldaten, daß Euch eine solche Heimkehr erspart blieb.

Die in den verschütteten Kellern liegenden Leichen werden freigelegt und man erzählte mir, daß der Leichengeruch solche unerträglichen Ausmaße angenommen hat, daß man die Toten auf offenen Rosten auf dem Altmarkt verbrennt, um der Seuchengefahr zu entgehen. Ich habe mich davon nicht überzeugt und werde es auch nicht tun, denn eine innere Stimme schreit in mir: "Fort von Dresden, es ist unerträglich". Ich habe den Eindruck, als ob ein geliebter Toter in einem Glassarg liegt und ich die langsame Auflösung dieses geliebten Menschen mit eigenen Augen anzusehen gezwungen werde. Fort, fort! Wohin? Wenn man diese Sinfonie des Grauens in Einzelschicksale auflösen wollte, so kämen zahlreiche Bände zusammen. Es soll aber mit einer Teilbetrachtung, soweit ich sie überblickt habe, Genüge sein. Bis in die fernsten Vororte hinein hat der Terror gewütet, sinnlos zerstört und vernichtet. Was den Nachtangriffen nicht zum Opfer fiel, haben die folgenden Tagesangriffe fertiggemacht. Dresden ist gewesen und es soll so in meiner Erinnerung stehen wie ich es erlebte und nicht wie es im Tode mir verstümmelt zu Füßen lag.

Soll es ein Zeichen des Schicksals sein? Das König-Albert-Denkmal und der Fürstenzug aus Meißner Porzellan sind trotz überall eingeschlagener Sprengbomben gänzlich unverletzt."


Der Sohn Wolfgang Filzingers, Herr Ulrich Filzinger, Mörfelden-Walldorf, übergab mir freundlicherweise das Tagebuch seines Vaters zur Verwendung und zur Ausarbeitung ortsgeschichtlicher Beiträge. Dieses Tagebuch ist ein wertvolles Dokument der Zeitgeschichte und ich möchte Herrn Ulrich Filzinger an dieser Stelle herzlichen Dank sagen.





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