Medienarbeit

Von:
Am: 19.06.2001  17:14:15

Also da muss ich jetzt mal was loswerden. Viele der Beiträge kann ich schon verstehen. Die, die sich über die Krawallmacher und die, die sich über die Polizei ärgern. Aber eins ist doch völlig verständlich: das auf dem langen Dienstweg von denen, die im Kampfdirndl um die Häuser rennen, zu denen, die die Pressemitteilungen schreiben, schon einige Informationen verloren gehen können. So zum Beispiel die Mitteilung, wieviele der Krawallverursacher die 600 Polizisten direkt auf dem Bischhofsweg festgenommen haben, bevor sie die Restlichen dann zwischen den Häusern abfangen konnten. Und wie weit die sturzbetrunkenen Randalierer noch ins Zentrum der Neustadt rennen konnten, bevor sie dann endlich über ihre eigenen Beine gestolpert sind. Und sicher hätte es für die Polizei auch mehr Anteilnahme bei der Bevölkerung gegeben, hätten sie erfahren, daß die Beamten für einen Moment völlig perplex waren. Weil sich viele der Randalierer als völlig vernünftige Leute verkleidet haben. Da würde ich aber sowieso gern wissen, warum jetzt ca. 370 Randalierer frei herumlaufen. Es waren doch fast doppelt so viele Polizisten da!? Weiterhin fehlt die Information, was die Polizei zur Abriegelung der Kreuzung Luisen-/Görlitzer Strasse veranlasst hat, und ob sie damit ihre Ziele erreicht hat. Vielleicht war es auch nur eine Katastrophenschutzübung. Denn nach dem Rückzug der wie Familienväter gebauten Beamten aus der Region gingen die meisten der Leute über die Kreuzung als wäre nichts gewesen. Ich weiss es nicht. Leider ist ja darüber in den Medien nichts zu erfahren. Bisher vermisse ich auch in den Medien den Dank der sächs. Beamten an die der Nachbarländer. Schliesslich sind die in windeseile aus sonstwo zur Hilfe gekommen, obwohl niemand die Krawalle erahnt hat. Sie waren wirklich schneller da, als ich bis zum nächsten Hauseingang rennen konnte. Aber trotz dieser kleinen Versäumnisse Pressestelle sollte man die Polizei auch mal für ihr Kostenbewusstsein loben. Ich meine, ein eigenes Übungsvideo zu drehen kostet bestimmt eine Menge. Da ist es nur zu begrüssen, wenn man dieses gleich an die Fernsehsender verkauft. Selbstverständlich ist Sendezeit teuer und man muss langweilige Szenen schneiden. Wen interessiert es schon, wenn ein Polizist einen kleinen Zwist mit irgendeinem Passanten hat. Auch Polizisten machen mal Fehler. Und so lange der König noch mal ein Auge zukneifen kann, ist doch alles in Ordnung. Freundschaft!




Zugehörige Beiträge:

Medienarbeit