20 Euro für 'nen Zug

Von: Redaktion
Am: 19.11.2002  21:02:24

"Dieser Zug hat leider 30 Minuten Verspätung..." Wer jetzt zwecks Beruhigung zur Zigarette greifen will, muss im Neustädter Bahnhof erst einmal nachsehen, ob er sich nicht gerade in der Nichtraucherzone befindet. Denn dort ist das Rauchen seit kurzem verboten. Zwar wird bis jetzt nur freundlich verwarnt, wer mit angesteckter Zigarette erwischt wird, doch künftig soll ein falscher Zug 20 Euro Strafe kosten.

Ob es dabei vorrangig ums Geld geht oder um die Moral, ist nicht ganz eindeutig. Unterstützt wird die neue bundesweite Aktion "Rauchfreier Bahnhof" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, argumentiert wird jedoch vor allem mit dem Mammon: Schmutz auf Bahnsteigen und im Gleisbett kostet die Bahn jährlich Millionen, und die will man künftig nicht mehr bezahlen. Seit Anfang September wurden deshalb etwa 60 Bahnstationen in ganz Deutschland als "Rauchfreie Bahnhöfe" eingerichtet. Der Neustädter Bahnhof erhielt die Ehre, weil er "nach seiner aufwändigen Sanierung zu den attraktivsten Bahnstationen in Deutschland gehört, so Bahn-Regionalleiter Thomas Hesse. Und diesen Zustand wolle man erhalten und weiter ausbauen - mit mehr Sauberkeit. Als didaktische Hilfe werden dafür zur Zeit kleine Falt-Aschenbecher mit der Aufschrift "Das sollte hier ihre Letzte sein" an Falsch-Raucher verteilt. Und als Belohnung fürs Ausmachen der Zigarette gibts eine Tüte Gummibärchen. So ist man zwar die Zigarettenkippen los, aber was macht die Bahn, wenn der Bahnsteig dann voller Haribotüten liegt?

"Rauchfreier Bahnhof" - gut oder nicht? Was meinen Sie?





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