Re: Spätshop-Problematik

Von: memoriter@web.de
Am: 29.11.2006  17:39:39

Ich glaube nicht, dass die Stadt das Problem vor der Scheune in die Hände der Neustadtbewohner zurückgibt - dafür hat die Polizei bei den Verantwortlichen zuviel Wirbel veranstaltet. Die optimale Lösung liegt in einer engen Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und der Polizei sowie der Stadt. Außerdem wäre es sinnvoll, weitere Fachleute zu Rate zu ziehen, wie Sozialarbeiter, Stadtplaner und Jugendeinrichtungen, die sich den Raum vor der Scheune genauer ansehen. Dieser Raum ist nicht erst seit diesem Jahr ein Ort der Konfrontationen. Weiter wäre es zu bedenken, ob es nicht sinnvoll wäre, ab 22 Uhr niemandem unter 18 Jahren mehr Alkohol zu verkaufen. Dies wäre relativ leicht umzusetzen - die Verkäufer fragen nach dem Ausweis, die Polizeibeamten machen anfangs Kontaktkontrollen. Dies ist notwendig, weil die Angehörigen der Krawallfront überwiegend unter 18 Jahre alt waren und sind. Ein weiterer, wenn auch radikaler Schritt wäre, den ARARAT-Shop zu schließen, entweder aus einer begrüßenswerten Einsicht des Betreibers heraus (aber so blauäugig will ich eigentlich nicht sein) oder durch eine Anordnung. Ich glaube auch kaum, dass jemand speziell diesen Shop vermissen würde. Das soll keine Suche nach dem schwarzen Schaf sein, sondern wäre eine logische Reaktion und eine Widerherstellung der Situation vor den Oktoberkrawallen. Dies wäre eine Sofortmaßnahme, welche zwar ein Opfer bedeuten würde, andererseits aber meiner Meinung nach größeres Unrecht abwendet. Desweiteres ist zu fragen, ob man den Einzug von außerhalb wohnenden Jugendlichen nicht mittels Kontaktbeamten schon an Bahnhöfen abfangen könnte - mehrer Leute haben berichtet, das Züge und Straßenbahnen mit Jugendlichen voll waren, die sich bereits selber in diesem Zustand befanden, ehe sie zusammen mit selbst "eingeschlepptem" Alkohol in die Neustadt kamen. Viele Fragen, viele Ansatzpunkte - die Hoffnung auf eine differenzierte Herangehensweise seitens der Stadt bleibt...


 


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