Vorbereitungsstand Mai

Von: indiskretion@gmx.de
Am: 20.05.2004  19:14:08

Zwischenbilanz des Arbeitskreis BRN 2004 Stand: Mitte Mai 1. Schadens- und Gewaltprävention • Nach persönlichem Gespräch des Herrn Halletz mit Herrn Kaz wurde festgestellt, dass der Wunsch nach Sicherheit bezüglich eventueller Schadensersatzansprüche besteht. Es wird auch festgestellt, dass simple Maßnahmen zur Schadens-prävention unterlassen wurden. So ist es aus Sicht eines Grundstücksverwalters nicht nachvollziebar, warum an einem/dem BRN- Wochenende Mülltonnen im öffentlichen Bereich stehen. Maßnahmen: Wir werden öffentlich dezent Aufmerksamkeit auf das Unterstellen von Mülltonnen u. dgl. Anfang/Mitte Juni lenken. Desweiteren bemühten wir uns um den Versicherbarkeitsstatus des Festes. Von den positiven Antworten ermittelten wir die unzumutbare Versicherungs-prämie in Höhe von ca. 12.000 €. • Durch entsprechende Kommunikation, die nicht primär auf Gewalt und Schaden focusiert ist, sondern eher auf friedliche Besonderheiten, setzen wir die positive Übertragung von "Verhaltensregeln" fort. Maßnahmen: - In Erweiterung der "Message" von 2003 als "Veranstaltungsprogramm" bezeichnet, wird es auch in diesem Jahr ein solches Heft geben. Darin sind neben einem Auszug der Polizeiverordnung auch wieder entsprechende Hinweise verankert. - Mit 2004 beginnend werden "offizielle BRN-TShirts" verkauft. Das Rückenmotiv ist so gestaltet, dass eine Identifikation (mit dem friedlichen Charakter der BRN) stattfinden kann und ebenfalls, hier optisch, auf unerwünschtes Verhalten hingewiesen wird. - Wir rufen jeweils in den beiden Nächten um 2 Uhr zu einer Mahnwache "Frieden für die Neustadt" auf. Hintergrund ist die Demonstration für eine gewaltfreie BRN durch Anwohner und Gäste. "Mahnwache" deshalb, weil dazu ein (örtlicher) potenzieller Konfliktherd als Ort gewählt wurde. - Wir treten gegen die Aussprache von "Hausverboten" oder "Präventivhaft" NeustädterInnen ein. Damit soll nicht nur das stadtteilinterne "Wir-Gefühl" gefördert werden, sondern auch eine Chance vergeben werden. - Der Abschlußumzug wird wieder ein Signal setzen, dass die BRN ein zeitliches Ende hat. Wir treten dafür ein, dass mit Vorbeizug des Umzuges die Straßen wieder von den VeranstalterInnen freigegeben werden. 2. Finanzielle Obliegenheiten Bisher herrschen nahezu "paradiesische" Zustände für VeranstalterInnen. Neben einer Bearbeitungsgebühr für die Anmeldeformalitäten im Ordnungsamt entfielen keine weiteren Kosten auf die Aktiven. Mithin also gemeinschaftliche Kosten wie Straßensperrung, Reinigung usw. auch nicht über "StraßenSonderNutzungsGebühren" oder übliche Markt-Standgebühren, sondern allein vom Stadt-Haushalt getragen wurden. Um diese finanzielle Gefahr zu bannen, überlegten wir uns Maßnahmen 1. zur Kostenreduzierung und 2. zur Erwirtschaftung finanzieller Mittel. Maßnahmen zur Kostenreduzierung • Wir bemühen uns, einzelne Posten der bekannten Aufstellung für Reinigung herauszulösen und von Sponsoren abdecken zu lassen. Beispiel: Bereitstellung und Abfuhr eines Containers durch ein privates Unternehmen. • Weitere Kommunikation der eigenen Reinigung durch VeranstalterInnen. • Wir schlagen vor, die (restl.) Reinigung über eine Ausschreibung zu vergeben. • Wir organisieren z.Zt. die Übernahme der an den Eingängen hinterlassenen Flaschen. Das war der überwiegende Teil eines 800€-Postens in 2003. Maßnahmen zur Gewinnung von Einnahmen • Wir stimmen für die Erhebung von StraßenSonderNutzungsGebühren für solche VeranstalterInnen, die keine kulturellen Beiträge leisten. Prinzipiell müßte dazu eine generelle Erhebung dieser Gebühren durch die Stadtverwaltung erfolgen, die im Einzelfalle ebenfalls durch die Stadtverwaltung zu erlassen wäre. Die Entscheidung, ob kultureller Beitrag und damit Erlass der Gebühren, sollte von einer unabhängigen, aber von beiden Seiten akzeptierten Kommission erfolgen. • Das Veranstaltungsprogramm wird zum Selbstkostenpreis (ca. 50 Cent) verkauft. Die u.U. vorher dafür gespendeten Beiträge (notwendig für das bezahlen der Druckerei) sowie die insgesamt 5 Anzeigen darin dienen (dann) als Einnahmen. • Von jeden TShirt geht ein Betrag (1 bis 1,50 €) in die "BRN-Kasse". • Wir rufen zu freiwilligen Spenden auf. 3. Allgemeines Grundsätzlich verfolgen wir den positiven Trend in der Entwicklung der letzten Jahre. Dazu setzen wir auf die konstruktive Kommunikation mit der Stadtverwaltung, die ebenfalls verbessert werden konnte. Die Kommunikation im Stadtteil konnten wir durch regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit und unsere Umfrage unter potenziellen VeranstalterInnen verstärken. Über die Umfrage konnten wir wichtige Meinungen und tatsächlich vorhandene Einstellungen ermitteln. So ist der überwiegende Teil für das Verbot des Glasflaschenverkaufs, die Einlaßkontrollen, für den Aufruf nach Zivilcourage, für die Besen-Reinigung vor dem eigenen Geschäft und dafür, dass finanzielle Beteiligungen an den Gesamtkosten durch non-Kultur-VeranstalterInnen erfolgen sollte. Die Ergebnisse sind jederzeit im NeustadtForum abrufbar. Wir werden aus den Ergebnissen zum einen so einer Art "Hausordnung" (Arbeitstitel) erstellen, die wir als Empfehlung mit den Bescheiden durch das Ordnungsamt an die VeranstalterInnen weiterzugeben bitten. Zum anderen lassen sich Aufgaben für die weitere Entwicklung ableiten.


 


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