Das RP macht Druck

Von: der Leser@brn.de
Am: 06.06.2003  22:59:16

Die folgende Meldung habe ich in der Morgenpost von heute (6. Juni 2003 / Seite7) gefunden und da ich meine, dass sie über den heutigen Tag hinaus wichtig sein könnte, stelle ich sie ins Forum. Der Zeitungsleser BRN: Wegen einer (!) Anwohner-Beschwerde Feiern nur bis 22 Uhr - das RP macht Druck In zwölf Tagen feiern die Neustädter wieder ihr Stadtteilfest „Bunte Republik Neustadt" (BRN). Bei den Veranstaltern und der Polizei laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In dieser Situation macht das Regierungspräsidium (RP) jetzt Druck auf die Stadt. Das RP will durchsetzten, dass Partys und Konzerte bereits 22 Uhr beendet werden. Das RP begründet das mit der Beschwerde einer Neustadt-Bewohnerin. Pikant: Die Frau ist die Lebensgefährtin eines leitenden Beamten im Innenministerium. Seit Wochen versuchen die Dresdner Polizei, Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) und die Veranstalter der Bunten Republik Neustadt, einen Kompromiss für die Endzeiten zu finden. Die Veranstalter wollten „open end", die Stadt 22 Uhr. Man einigte sich schließlich auf 1 Uhr. Nun will das RP den Kompromiss stoppen. „Wir haben eine Beschwerde vorliegen und werden mit der Stadt darüber reden", so RP-Sprecher Holm Felber. Diese Einzelperson ist die Gefährtin eines hohen Beamten aus dem Innenministerium - die übergeordnete Behörde des RP. Die Stadt will hart bleiben. Allerdings könnte das RP durch eine Verfügung die Endzeit noch auf 22 Uhr absenken. Passiert das, drohen erneut Ausschreitungen. „Es kann sich jeder vorstellen, was passiert, wenn die Polizei um 22 Uhr ein Konzert beendet. Das gibt Probleme", befürchtet BRN-Sprecher Christoph Töpfer. Party-Ende schon um 22 Uhr? Die BRN-Veranstalter befürchten Randale wie letztes Jahr.


 


Zugehörige Beiträge:

Das RP macht Druck